BI im Sportbusiness am Beispiel DFB

BI im Sportbusiness am Beispiel DFB

Gastbeitrag von Marcel Cordes in der Fachzeitschrift SPONSORs.

Wie zu alten Goldgräberzeiten kostet es auch heute viel Energie und Schweiß, den tatsächlichen Schatz ans Tageslicht zu befördern. Business Intelligence (BI) steht hierbei für alle Prozesse, datengesteuerte Entscheidungen im Unternehmen zu unterstützen und Stakeholder-orientierte Reportingsysteme übergreifend aufzubauen. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) geht diesen Weg konsequent voran, konzeptionell begleitet von der Agentur Sportheads. Ein Gastbeitrag von unserem Sportbusiness Club Mitglied Sportheads.

Natürlich sind die Zeiten vorbei, in denen umfangreiche Ordner externer Dienstleister Schrankwände füllen. Auch die mal mehr und mal weniger geordnete Ablage von PDF- und Excel Dateien und der digitale Zugriff auf Portale hat die eigentliche Problematik in Sportunternehmen nicht wirklich beseitigt. Relevante Informationen zur Unterstützung unternehmerischer Entscheidungen speisen sich aus verschiedensten Quellen, deren Recherche, Analyse und das Überführen in Reportings viel Zeit frisst und erhebliche Ressourcen bindet.

BI ist ein technologiegetriebener Prozess zur systematischen Analyse von Daten aus unterschiedlichen Quellen und zur Präsentation verwertbarer Informationen. BI umfasst allerdings weit mehr als die Auswahl und den Einsatz eines Tools zur Datenvisualisierung – Business Analytics, Data-Mining und besonders die Daten- und IT Infrastruktur gehören zwingend in den BI Prozess. Zudem müssen auch externe Zulieferer eingebunden werden, um den strukturierten Zugriff auf Rohdaten zu gewährleisten.

Jan Kremer, Leiter Business Intelligence DFB GmbH und sein Team haben den BI Prozess vor rund eineinhalb Jahren für den Bereich Marketing initiiert, konzeptionell begleitet durch die Münchner Beratungsagentur Sportheads. Ausgehend von den Reporting Anforderungen interner und externer Stakeholder und der Vielzahl verschiedener Datenquellen wurde ein konsistentes KPI Set entwickelt, das als Grundgerüst und Anforderungskatalog dient. „Eine besondere Herausforderung stellen weiterhin die divergierenden Methodiken in der Analyse und Bewertung digitaler Touchpoints dar“, führt Jan Kremer aus, der auch in der VSA den entsprechenden Arbeitskreis unterstützt.

„Das Zielbild des BI Projektes ist die Konsolidierung aller Marketing relevanten Informationen aus der Markt- und Medienforschung, Eigen- und Fremdplattformen, Social Media und Spieldaten für ein zeitnahes, standardisiertes und interaktives Reporting an unsere Stakeholder“, so Jan Kremer.

Marcel Cordes, Managing Partner von Sportheads ergänzt: „Die Entscheidung für ein BI Tool zur Ausspielung und Visualisierung der Daten muss anhand einer strukturierten Analyse des Anforderungsprofils getroffen werden. Konkurrierenden Tools am Markt wie z. B. Microsoft Power BI, Google Data Studio oder Tableau bieten hierbei umfassende Funktionalitäten aber auch Vor- und Nachteile. Eine konsequente BI Umsetzung ist letztlich eine Frage der Strategie, Infrastruktur und Ressourcen, die auch im engen Schulterschluss mit der IT-Abteilung aufgesetzt und umgesetzt werden muss“.

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